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Digital

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veröffentlicht am 03.06.2020

So genannte Fitnesstracker, meist in Form einer Uhr am Handgelenk in Verbindung mit einer App auf dem Smartphone, sollen genaue Auskunft über alles geben, was unser Körper so tut: Schlafdauer, Schlaftiefe, gegangene Schritte, aufgenommene und wieder verbrannte Kalorien und natürlich vor allem die Effektivität des eigenen Trainings. Doch ist dies sinnvoll? Wie genau messen solche Tracker und welchen Nutzen können wir tatsächlich aus ihnen ziehen?

So funktionieren Fitnesstracker
Fitnesstracker sammeln ihre Daten über verschiedene Sensoren, werten den Puls aus, nehmen Bewegung wahr und ziehen dann aus der Summe ihrer Informationen beispielsweise Rückschlüsse auf unseren Schlafverhalten bzw. die Intensität unseres Trainings. Mithilfe von Apps, die auf dem Smartphone installiert werden, können dann ganz individuelle Tages-, Wochen- oder Monatsziele eingegeben (z.B. Abnahme, täglich 10.000 Schritte gehen, mindestens 8 Stunden schlafen) und die Erreichung dieser Ziele, bzw. der Fortschritt, auch ständig überwacht werden. Zudem bieten viele Apps Ernährungs- und Trainingstipps an, die sich an den individuellen Zielen bzw. den eigenen Ergebnissen orientieren. Fortschritt, Ergebnis und Tageswerte werden meist in übersichtlichen Kurvendiagrammen dargestellt, die eine praktische Übersicht geben.


Wie genau sind die Messungen?
Grundsätzlich sind Fitnesstracker sehr unterschiedlich, was die Genauigkeit ihrer Messungen angeht. Aber auch bei beliebten Modellen sind die Werte eher als Richtwerte zu sehen und nicht als letzte Wahrheit. Im Vergleich zu den Messungen, die sportmedizinische Geräte erfassen, weichen normale Fitnesstracker davon durchschnittlich um ca. 30% ab. Die Messgenauigkeit ist zudem auch abhängig von der zu messenden Aktivität: Bei Ausdauersportarten wie Joggen, Walken und auch Gehen funktionieren die meisten Tracker noch einigermaßen genau, jedoch kann beispielweise Krafttraining über einen Fitnesstracker nicht erfasst werden. Die Sensoren können die durchgeführte Bewegung nicht auswerten und umrechnen. Auch beim Schwimmen haben sich die meisten Tracker als unzuverlässig erwiesen.


Sinnvoller Einsatz
Für Hobbysportler oder sportliche Einsteiger, die keine ganz genauen Messwerte benötigen und vor allem ihr Ausdauertraining bzw. ihre im Laufe eines Tages zurückgelegten Schritte verfolgen möchten, sind Fitnesstracker definitiv eine lohnende Investition. Gerade am Anfang macht man beim Training große Fortschritte, und das Tracken der verschiedenen Aktivitäten kann hilfreich sein, um die eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen. Fortgeschrittene Sportler fahren besser damit, auf ihr Körpergefühl zu vertrauen und den Messungen eher wenig Bedeutung zu schenken. Eines ist allerdings in jedem Fall sicher: Die digitalen Armband-Coaches ersetzen keinesfalls die fachmännische, persönliche Betreuung im Fitnessstudio und einen individuell für Sie von einem unserer Fitnesstrainer erstellten Trainingsplan.


Motivationstool
Was Fitnesstracker trotz nicht ganz genauer Messergebnisse sehr gut können, ist motivieren. Aufgrund der Tatsache, dass sie ständig die festgelegten Ziele und die bereits geleistete Arbeit anzeigen, motivieren sie stark zum Dranbleiben und Durchhalten. Auch das Teilen der eigenen Aktivitäten in den sozialen Medien und die entsprechenden Reaktionen aus der Community fördern die Disziplin und den Wettkampfgedanken, weil man auch mit den Ergebnissen anderer Benutzer konfrontiert wird und sich durch den Vergleich angespornt fühlt. Zudem haben die meisten Fitnesstracker und Apps auch Alarm-Funktionen, die uns unsere Ziele täglich in Erinnerung rufen und uns damit ebenfalls zum Durchhalten motivieren.